Geschichte

Lerninhalte und Kompetenzen

Geschichtsunterricht darf in vergangene Welten entführen.

Das Alte Ägypten, die Römer, Ludwig XIV. – all dies und viele andere Zeiten und Epochen sind tatsächlich Lerninhalte des gymnasialen Lernens im Geschichtsunterricht.

Geschichtsunterricht vermittelt aber auch darüber hinausgehende Fertigkeiten und Fähigkeiten.

Die Schülerinnen und Schüler lernen, historische und moderne Materialien systematisch auszuwerten und ihnen kritisch neue Erkenntnisse zu entnehmen. Dazu gehören zum Beispiel alte Texte und Alltagsgegenstände vergangener Zeiten. All diese Materialien werden QUELLEN genannt.

Auch die Forschungsergebnisse moderner Geschichtswissenschaftlerinnen und Geschichtswissenschaftler (im Geschichtsunterricht DARSTELLUNGEN genannt), z.B. Geschichtskarten, Rekonstruktionszeichnungen und Grafiken, werden im Unterricht betrachtet und ihre Auswertung gelernt.

Die eigenen Erkenntnisse ebenso wie geschichtliche Entwicklungen und Zusammenhänge sprachlich angemessen darzustellen, ist außerdem eine Kompetenz, die im Laufe des Geschichtsunterrichts erlernt wird; „Geschichte erzählen“ wird dies genannt.

Über allem steht der Anspruch, aus der Vergangenheit zu lernen, um Gegenwart und Zukunft im Sinne eines friedlichen, pluralistischen, gleichberechtigten und demokratischen Miteinanders zu gestalten.

 

Zeiten und Epochen

In den Jahrgängen 5 – 10 bzw. bis ins 1. Semester des 11. Jahrgangs durchschreiten wir dazu die Vergangenheit chronologisch, also von der Frühzeit des Menschen bis ins 21. Jahrhundert.

Der 11. Jahrgang („Einführungsphase“) wird von Schülerinnen und Schülern und den Lehrkräften dazu genutzt, um die Qualifikationsphase (12./13. Jg.) vorzubereiten und die Wahl eines entsprechenden Kurses (mit Abiturprüfung mündlich oder schriftlich oder ganz ohne Prüfung) vorzubereiten.

Von 11.2 bis zum Abitur betrachten wir ausgewählte Phasen der Menschheitsgeschichte vor allem unter bestimmten Aspekten („Rahmenthemen“) wie z.B. „Wechselwirkungen und Anpassungsprozesse in der Geschichte“. Diese Phasen ebenso wie die Rahmenthemen werden im Wesentlichen vom Kultusministerium vorgegeben. Neben dem fachlichen Lernen stehen hier die Beurteilung und Bewertung historischer Prozesse und Handlungen im Vordergrund.

Alle Kompetenzen und inhaltlichen Schwerpunkte sind nachzulesen in den Vorgaben des Landes unter http://db2.nibis.de/1db/cuvo/datei/ge_gym_si_kc_druck.pdf; http://db2.nibis.de/1db/cuvo/datei/ge_go_kc_druck_2017.pdf sowie den verbindlichen jährlichen „Hinweisen“, z.B. http://www.nibis.de/uploads/1gohrgs/za2021/10GeschichteHinweise2021.pdf .

Bitte beachten Sie, dass die Fachgruppe Geschichte (alle Geschichtslehrer*innen einer Schule) dazu aufgefordert ist, diese Vorgaben zu konkretisieren. Dies findet in der Fachkonferenz Geschichte statt, in der gewählte Eltern- und Schülernvertreter*innen mitbestimmen.

 

Organisation

In den Klassen 5 und 6 sowie im 10. und 11. Jahrgang haben die Raabeschülerinnen und -schüler das ganze Schuljahr über eine Doppelstunde Geschichtsunterricht pro Woche. Pro Halbjahr wird eine Klassenarbeit geschrieben.

Durch die Vorgaben des Landes wird in den Jahrgängen 7, 8 und 9 der Geschichtsunterricht ein Halbjahr lang erteilt; auch dies einmal wöchentlich in einer Doppelstunde. Es wird eine Klassenarbeit geschrieben.

In den Jahrgängen 12 und 13 findet der Geschichtsunterricht entweder 5-stündig (Schwerpunktkurse auf erhöhtem Anforderungsniveau) oder 3-stündig (Kurse  auf grundlegendem Anforderungsniveau und Ergänzungskurse) statt. Die gesamte Organisation wird mit den Schülerinnen und Schülern im 11. Jahrgang ausführlich besprochen und vorbereitet.

Die Bewertung von Klassenarbeiten/Klausuren sowie der ‚mündlichen Leistungen‘ wird den Schülerinnen und Schülern zu Beginn jedes Schuljahres mitgeteilt;

in vielen Jahrgängen und Kursen werden die mündlichen Leistungen mit ca. 60 % gewichtet, die schriftlichen Leistungsnachweise mit ca. 40 %. Hier bitte zu Beginn des Schuljahres nachfragen.