Allgemeines

„Ein Stück im Schultheater einzustudieren, erfordert eine unglaublich lange Zeit, große Anstrengungen und viel Überlegung. Für viele Schüler, die daran teilnehmen, ist es das Hauptereignis des Schuljahrs, wenn nicht sogar der ganzen Schulzeit überhaupt. Auf mancherlei Weise kann es das Denken und die Arbeit der Schüler für ihr weiteres Leben beeinflussen, entwickelt es doch Selbstvertrauen und Persönlichkeit; es prägt den Geschmack und das Urteilsvermögen und lässt die Erfahrung wachsen, mit anderen für ein gemeinsames Ziel selbstständig zu arbeiten.

Schultheater ist eine „Arbeits-Gemeinschaft“ im pädagogischen Sinne des Wortes. Es ist etwas, woran die Schüler freiwillig teilnehmen. (…) Jeder einzelne Schüler wird hier benötigt, keiner kann sich hinter dem anderen verstecken, und jeder muss die Arbeit, die ihm von der Gruppe anvertraut worden ist, verantwortungsvoll erledigen.“

Mit diesen Worten beschrieb Dieter Henkel, der Gründer der damaligen „Theater-AG“, in der Festschrift zur 125-Jahr-Feier der Raabeschule die Arbeit und den Ertrag „seiner“ Arbeitsgemeinschaft. Seine treffenden Ausführungen sind auch heute noch unverändert gültig, wenngleich sich die AG in der Zwischenzeit stark gewandelt hat.

Die Musical-AG erfreut sich sowohl bei den Schülerinnen und Schülern als auch bei den Eltern, Kolleginnen und Kollegen sowie auch bei den Ehemaligen und einer zunehmend größer werdenden schulexternen Öffentlichkeit unveränderter Beliebtheit: Häufig spielen die mitwirkenden Schülerinnen und Schüler vor einer ausverkauften Aula, deren technische Ausstattung inzwischen sehr weit über ein schulübliches Niveau hinausgeht und in dieser Form in der gesamten Region einzigartig ist.

Nicht selten wird eine Musical-Vorstellung auch zu einem kleinen „Klassentreffen“. Vor oder nach einer Musical-Vorstellung oder auch in den Pausen findet sich oft Gelegenheit für einen Austausch und das ein oder andere schöne Gespräch.

Es ist unser pädagogisches Konzept, dass Livemusik, Gesang, Bühnenbild, Kostüme, Masken, Plakate, Programme und Eintrittskarten von den Schülern selbst angefertigt, sowie Bühnentechnik, Kartenverkauf und Werbung von ihnen in eigener Verantwortung betreut werden. Ein weiteres pädagogisches Anliegen ist die gewollte Zusammenarbeit verschiedener Altersstufen (von Klasse 8 bis zum Abitur) unserer Schule im Musical-Projekt. In den letzten Jahren haben wir damit begonnen, neben den allgemein bekannten Musicals zunehmend auch Filme in eigener Regie zu Musicals umzuschreiben, um unseren Zuschauern besondere Überraschungen bieten zu können und um uns auch von den Musical-AGs anderer Schulen zu unterscheiden. Selbstverständlich sind wir aber auch in Zukunft weiterhin daran interessiert, „klassische“, bereits bestehende Musicals zu adaptieren und aufzuführen oder auch eigene Musicals auf die Bühne zu bringen.

Wir sind sehr stolz auf die lange Theater- und Musical-Tradition an der Raabeschule. Am Ende dieses Schuljahres 2014/15 feierte die Arbeitsgemeinschaft ihr 50 jähriges Bestehen. Nur wenige Schulen in Deutschland haben vergleichbare Theater- bzw. Musicalgruppen, die über einen derartig langen Zeitraum ohne Unterbrechung bestehen und alljährlich auf einem hohen künstlerischen Niveau eine große Zahl von Aufführungen präsentieren.

Wir wollen mit der Musical-AG einen wertvollen Beitrag für das Schulleben an der Raabeschule leisten und wünschen uns, dass möglichst viele Schülerinnen und Schüler auch in den nächsten Jahren die Chance ergreifen, ein Teil der Musical-AG zu werden, damit die Erfolgsgeschichte „Musical-AG“ weitergeschrieben werden kann.

Die Gesamtleitung und Koordination liegt in den Händen von Frau Meyer (Regie), Herrn Henkens (musikalische Leitung) und Frau Prüßen (Vokalleitung).

Musical 2017: „Der Doktor“

 

pressetextentwurf

Er ist ein Held, der Doktor. Ein einsamer Wolf, unterwegs durch Raum und Zeit, seine Mission:Die Welt retten. Oder ist er vielleicht einfach nur ein Mistkerl?
Diese und andere große Fragen werden im kommenden Musical „Der Doktor“ geklärt. Unter anderem erfahren wir,warum die Griechen eine Göttin hatten, deren Akku irgendwann leer war, wir machen einen Ausflug in die USA, wo zum Glückgerade kein Wahlkampf tobt, aber dafür andere zwielichtige Gestalten ihr Unwesen treiben, und wir lernen den letztenVertreter der Spezies Mensch kennen und erfahren die traurige Wahrheit über sein Liebesleben.
Apropos Liebe: Auch der Doktor hat da so seine Probleme…
Die Proben und Vorbereitungen der Sänger, Tänzer und Schauspieler sind angelaufen.

Wir freuen uns auf eine produktive Zeit und auf viel Erfolg mit der neuen Produktion.

 

Hanna Wurlitzer und Martin Brest erhalten die wohl schlimmste Nachricht, die man sich vorstellen kann: Diagnose Krebs; Endstadium. Beide Charaktere, so unterschiedlich wie Tag und Nacht, lernen sich im Krankenhaus kennen und beschließen, noch in ihrer kurzen verbliebenen Zeit, die wichtigsten Wünsche zu erfüllen. Im Alkoholrausch stehlen sie einen Wagen aus der Krankenhaus-Tiefgarage und fahren drauf los, im Schlafanzug und ohne Geld. Das allein wäre bereits sehr fragwürdig, chaotisch und vor allem kriminell! Doch es soll noch schlimmer kommen, denn sie haben den Wagen der zwei berüchtigtsten Gangster der Stadt entwendet, die sich den Diebstahl unter keinen Umständen gefallen lassen. Es folgt für Hanna und Martin ein irrer Wettlauf um die Zeit für ihr letztes großes Ziel: Das Meer.

2016 Musical Plakat
Das Meer - big (34 von 223)    Das Meer - big (83 von 223)Das Meer - big (107 von 223)    Das Meer - big (111 von 223) Das Meer - big (136 von 223)    Das Meer - big (160 von 223)Das Meer - big (193 von 223)    Das Meer - big (174 von 223)Das Meer - big (179 von 223)    Das Meer - big (220 von 223)